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Zimmerpflanzen im Herbst: So kommen sie gut durch Heizungsluft und dunkle Tage

Wohnzimmer mit grünem Sofa und vielen Zimmerpflanzen auf Regalen und am Boden

Die Tage werden kürzer, die Heizung geht an – und plötzlich hängen die Blätter, werden gelb oder bekommen braune Spitzen. Keine Sorge: Das ist im Herbst ganz normal. Deine Pflanzen stellen sich gerade um. Mit ein paar kleinen Anpassungen kommen sie gut durch die dunkle Jahreszeit.

1. Gib ihnen den hellsten Platz

Die Sonne steht tiefer, und es gibt weniger Licht. Rück deine Pflanzen deshalb näher ans Fenster, am besten an ein Süd- oder Westfenster. Wische auch ab und zu den Staub von den Blättern und putze die Scheibe: So kommt mehr Licht bei der Pflanze an. Mehr dazu, warum Licht so wichtig ist, liest du in unserem Beitrag Warum brauchen Pflanzen Licht?

2. Giess weniger, aber gezielt

Im Herbst und Winter wachsen die meisten Pflanzen langsamer und brauchen weniger Wasser. Der Finger-Test hilft: Steck den Finger zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde. Ist sie noch feucht, wartest du. Staunässe ist im Winter der häufigste Grund für gelbe Blätter und faule Wurzeln.

3. Düngen darfst du jetzt runterfahren

Weniger Licht heisst weniger Wachstum, und damit auch weniger Nährstoffbedarf. Viele Pflanzenprofis düngen im Herbst und Winter deutlich seltener oder gar nicht. Im Frühling geht es dann wieder los.

4. Sorge für mehr Luftfeuchtigkeit

Heizungsluft ist trocken. Die meisten Zimmerpflanzen fühlen sich bei einer Luftfeuchtigkeit von etwa 40 bis 60 Prozent wohl. Hilfreich sind:

  • Pflanzen in Gruppen stellen – sie halten die Luft um sich herum feuchter.
  • Eine Schale mit Wasser in der Nähe, aber nicht direkt unter dem Topf.
  • Ein kleines Hygrometer, dann weisst du, wie es bei dir wirklich aussieht.

Besprühen mit Wasser wird oft empfohlen, wirkt aber nur kurz. Es hilft eher beim Reinigen der Blätter als bei der Luftfeuchtigkeit.

5. Abstand zur Heizung und zur Zugluft

Direkt über dem Heizkörper wird es der Pflanze zu heiss und trocken, direkt am kalten Fenster zieht es. Ein Platz mit gleichmässiger Temperatur ist ideal. Empfindliche Arten wie die Geigenfeige mögen keine Kälte und keine Zugluft.

6. Kontrolliere einmal pro Woche auf Schädlinge

Trockene Luft und schwächere Pflanzen laden Schädlinge ein. Schau dir bei der wöchentlichen Runde auch die Blattunterseiten an:

  • Spinnmilben mögen es trocken. Du erkennst sie an feinen Gespinsten an den Blattunterseiten und hellen, punktförmigen Flecken.
  • Trauermücken sind kleine schwarze Fliegen an der Erde. Sie sind selbst harmlos, aber ihre Larven im feuchten Substrat fressen an feinen Wurzeln. Meist hilft es, die Erde zwischen dem Giessen gut abtrocknen zu lassen.

Je früher du etwas bemerkst, desto einfacher ist es, die Pflanze zu retten.

7. Lass sie in Ruhe

Umtopfen und Zurückschneiden kannst du im Frühling nachholen. Jetzt gönnst du deinen Pflanzen Ruhe und Konstanz.

Bleib entspannt

Ein paar gelbe Blätter im Herbst sind kein Drama. Wenn du merkst, dass viele Blätter gleichzeitig gelb werden oder die Erde nie abtrocknet, prüfe zuerst deine Giessroutine.

Deine Pflanze macht dir gerade Sorgen? Schick uns ein Foto auf Instagram @mahaloplant. Wir freuen uns über eure Fragen und greifen sie in unseren Beiträgen auf.

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